Glossar

Hier werden die wichtigsten Begriffe rund um das Thema externe SSD Festplatte genauer erklärt.

 

Speicherkapazität

Gibt an wieviel Speicherplatz auf Festplatten und anderen Speichermedien zur Verfügung steht. Angaben in

Bytes

kiloBytes – kB (Umrechnung = Bytes/1024)

MegaBytes – MB  (Umrechnung =kB/1024)

GigaBytes – GB (Umrechnung = MB/1024)

TeraBytes – TB (Umrechnung = GB/1024)

Die Angabe der Speicherkapazität erfolgt jedoch nach dem Dezimalsystem und bezieht sich auf die Anzahl der verfügbaren Bytes.

So entsprechen 500 Milliarden Bytes nach dem Dezimalsystem 500GB. Da bei der Speicherkapazität das Binärsystem mit dem Faktor 1024 verwendet wird, ergeben 500 Milliarden Bytes nach diesem System „nur“ 465GB.

Ausführlichere Informationen zur Speicherkapazität

 

Festplattentypen

 

HDD – Hard Disk Drive – Festplattenlaufwerk

Weit verbreitetes Speichermedium für Computer.

Es besteht vereinfacht gesagt aus mehreren rotierenden Magnetscheiben, einem Motor und einem beweglichen Lese-/Schreibkopf. Der Motor bringt die Magnetscheiben zum Drehen und der Lese-/Schreibkopf kann die Daten an der entsprechenden Stelle auslesen oder schreiben.

Das System benötigt zwangsläufig Strom für den Motor, der sowohl die Magnetscheiben zum Rotieren bringt als auch den Lesekopf bewegt.

Diese mechanischen Teile verschleißen jedoch mit der Zeit und sind daher nicht vor Ausfall geschützt. Zudem können Erschütterungen oder Stöße den Verschleiß beschleunigen oder im schlimmsten Fall zum sofortigen Defekt des kompletten Systems führen.

Die Zugriffszeiten auf die gespeicherten Daten sind recht hoch. Das liegt daran, dass sich die Magnetscheiben und der Lesekopf zunächst einmal an die jeweils richtige Position bewegt werden müssen.

Aber auch wenn sich beide Bauteile an der richtigen Position befinden, muss die Magnetscheibe physisch abgetastet werden, um die Daten zu lesen. Daher ist auch die Datenübertragung eher langsam.

Zudem verursachen die beweglichen Teile Geräusche, die oft als störend empfunden werden. Durch die Bauweise beanspruchen HDDs auch eine gewisses Volumen und wiegen sind daher auch nicht als leicht zu bezeichnen. Einige externe Modelle benötigen eine zusätzliche Stromquelle. Auch sind HDDs anfällig für externe Magnetfelder, die die Daten zerstören können.

Eine ausführlichere Erklärung der Funktionsweise einer HDD gibt es hier.

 

SSD – Solid State Drive, Solid State Disk

Ist ein elektronisches Speichermedium in der Computertechnik und  besteht aus sogenannten Flash-Speichern, die auch in USB-Stick und vielen MP3 Playern genutzt werden.

Hier werden keine beweglichen Teile verwendet, der Zugriff und das Schreiben von Daten erfolgt komplett elektronisch.

Dadurch kann auch einerseits eine extrem schnelle Zugriffszeit erreicht werden, da keine mechanischen Bauteile in die richtige Position gebracht werden müssen. Auch die tatsächliche Datenübertragung funktioniert aufgrund dessen deutlich schneller als bei einer herkömmlichen Festplatte.

Da es hier keine beweglichen Teile gibt, die von einem Motor bewegt werden müssen, gibt es auch deutlich weniger Geräusche. Eine externe SSD Festplatte arbeitet quasi lautlos.

Durch die Bau- und Funktionsweise kann zudem Volumen und Gewicht eingespart werden. Aber auch der Stromverbrauch ist so sehr gering.

Aufgrund der fehlenden Bauteile ist eine externe SSD auch unempfindlicher gegenüber Erschütterungen oder Stößen. Auch Magnetfelder können den Daten nichts anhaben,

Die Speicherzellen haben allerdings eine beschränkte Anzahl von Schreibvorgängen pro Zelle. Diese Beschränkung war anfangs noch ein Problem. Aber durch die ständige Weiterentwicklung gehört dieses Problem der Vergangenheit an. Ein erster Anhaltspunkt für die Lebensdauer von externen SSDs sind die Garantieangaben der Hersteller.

Moderne SSDs beschreiben zudem alle Speicherzellen gleichmäßig, sodass alle Speicherzellen göeich genutzt werden und keine einzelne Zelle übermäßig viel. Zudem gibt es diverse Tools mit denen die SSD untersucht werden kann und die eine gute Abschätzung zur verbleibenden Lebensdauer geben.

Weiterführende Informationen zu SSD finden sch hier.

 

Dateissystem

Das Dateisystem verwaltet die Dateien auf einem Speichermedium. Es gibt jedoch unterschiedliche Systeme, die untereinander nicht unbedingt kompatibel sind.

Grundsätzlich lässt sich das Dateisystem eines Speichermediums ändern. Dazu ist aber eine Formatierung des Datenträgers notwendig und dabei werden alle vorhandenen Daten gelöscht.

Mehr Informationen und Hintergründe zum Thema Dateisystem.

 

NTFS

Wird standardmäßig für Windows Betriebssysteme verwendet. Windows-Betriebssysteme erreichen ihre beste Leistung mit diesem Dateisystem. Andere Betriebssysteme können meist nur lesend darauf zugreifen. Um auch darauf schreiben zu können, sind Zusatzprogramme notwendig.

Hier wird das Dateisystem ausführlich erklärt.

 

HFs+ / HFSX

Dieses Dateisystem wird standardmäßig von Mac OS X genutzt. Ähnlich wie bei NTFS haben andere Betriebssysteme Lesezugriff. Für Linux und Windows kann über Zusatzprogramme auch ein Schreibzugriff ermöglicht werden.

Hier gibt es weiterführende Informationen zum Dateisystem HFS

 

FAT32

Ist am kompatibelsten mit verschiedensten Systemen. Nahezu jedes Gerät kann lesend und schreibend auf dieses Dateisystem zugreifen. Der große Nachteil ist jedoch die maximal mögliche Dateigröße von 4GB. Durch den größer werdenden Speicherbedarf auch einzelner Datei wird dieses System daher nicht mehr so oft verwendet.

Ausführlichere Informationen zu FAT32.

 

exFAT

ist der Nachfolger von FAT32 und ähnlich kompatibel. Einzig bei älteren Geräten können hier Probleme auftreten.

Die maximal mögliche Dateigröße beträgt hier 512TB, sodass dieses System als zukunftssicher gilt. Das System wird ausschließlich für Flash-Speicher eingesetzt und externen SSD  Festplatten sind mit exFAT formatiert. Das Dateisystem wird von Windows, Max OS X und vielen anderen Systemen voll unterstützt.

Weitere Informationen zu exFAT

 

Anschlüsse/ Schnittstellen

Über Schnittstellen werden externe Festplatten mit diversen Geräten verbunden. Dabei müssen Stecker, Kabel und Buchse kompatibel sein, um Geräte und Festplatten miteinander zu verbinden.

 

USB 2.0

Dies ist eine weitverbreitete Schnittstelle, die aber recht geringe Übertragungsraten von maximal 40MB/s hat. Für externe SSD Festplatten ist dies ungünstig, da dieser Transferrate die schnelle SSD ausbremst.

Externe SSDs können jedoch auch an einem USB 2.0 Anschluss genutzt werden, wenn ein passendes Kabel verwendet wird.

 

USB 3.0 (USB 3.1 Gen 1)

Als Nachfolger von USB 2.0 entwickelt und ermöglicht deutlich höhere Datenraten bis zu  5Gbit/s. Um von der Geschwindigkeit der externen SSD zu profitieren wird dieser Anschluss als Mindestvoraussetzung empfohlen.

Wurde vor einiger Zeit in USB 3.1 Gen 1 umbenannt.

 

USB 3.1 (USB 3.1 Gen 2)

Nachfolger von USB 3.0. Ermöglicht Transferraten von bis zu 10Gbit/s.

Nach der Umbenennung von USB 3.0 in USB 3.1 Gen 1 als USB 3.1 Gen 2 bezeichnet

 

USB 3.1 Generation 1 oder USB 3.1 Gen 1

Siehe USB 3.0

 

USB 3.1 Generation 2 oder USB 3.1 Gen 2

Siehe USB 3.1

Weitere Informationen zu allen USB Versionen

 

Thunderbolt

Schnittstelle, die hauptsächlich bei Apple Geräten zum Einsatz kommt.

Thunderbolt 2 ermöglicht Transferraten bis zu 20Gbit/s und der Nachfolger Thunderbolt 3 bis zu 40Gbit/s. Mit einem passenden Kabel können auch hier externe SSD problemlos betrieben werden.

 

USB Typ C / USB C

Bezeichnet ausschließlich einen neueren Steckertyp. Ähnlich wie auch mini USB oder micro USB Namen für die Buchse bzw. den Stecker sind.

USB Typ C Stecker
Neuer USB Typ C Stecker

 

USB Typ A

Das ist nur die Bezeichnung für den Steckertyp. Dies ist der „klassische“ USB-Anschluss und aktuell am weitesten verbreitet.

 USB Typ A
„Klassischer“ USB Typ A Stecker